Home
Angebote
Aktuelles
Kontakt
Gästebuch
  
 

Gamser Firmabaut Markthalle

Die neue Markthalle in Sargans wird nach dem Konzept der Gamser Holzbaufirma Schöb erstellt. Dies hat der Vorstand der Markthallengenossenschaft Sargans-Werdenberg entschieden. Die Halle wird rundvier Millionen Franken kosten.Von Leo Coray Neues Konzept: Die gemauerte, vom Brand nicht beeinträchtigte Kantinewird abgebrochen und in der neuen Markthalle ins Obergeschoss verlegt. Bild LeoCoray Sargans. - Zwei Monate nach dem Grossbrand vom 17. März, bei dem die Markthalle Sargans vollständig zerstörtwurde, entschied der Vorstand der Markthallengenossenschaft Sargans-Werdenberg,die Halle am alten Standort wieder aufzubauen. Er lud acht Unternehmen aus der Region ein, ein Konzept für eine neue Markthalle einzureichen. Laut Präsident Martin Willi (Wangs) sandten schliesslich drei Holzbaufirmen «sehr gute Vorschläge» ein. Wie er mitteilt, entschied sich der Vorstand vor wenigen Tagenfür das Konzept der Firma Hausbau Schöb AG in Gams.
Wieder Holzkonstruktion
Vorgesehen ist erneut eine Holzkonstruktion, die mit einer Grundfläche von 33mal 106 Metern leicht grösser ist als die abgebrannte Halle. Neu ist sie unterteilbar, wird isoliert und mit grossen Fenstern versehen, damit darin auch andere als landwirtschaftliche Veranstaltungen stattfinden können. Auf dereinen Längsseite kommt die Viehannahmestelle für die Schlachtviehmärkte zuliegen, auf der anderen Seite der Küchentrakt.Um eine durchgehende Vorführhalle und mehr nutzbaren Raum zu erhalten, wird die gemauerte Kantine, die vom Brandweitgehend verschont geblieben war, abgebrochen. Der Versammlungsraum für unverändert 250 Personen wird ins Obergeschoss verlegt.Gemäss Präsident Willi muss fürden Neubau mit Investitionskosten von rund 4 Mio. Franken gerechnet werden.«Dafür erhalten wir eine gute Sache, die die Attraktivität der Markthalle Sargans steigern wird», ist er überzeugt. Wie er weiter sagt, zahlen dieVersicherungen 1,8 Mio. Franken. Der Rest von 2,2 Mio. Franken muss anderweitig finanziert werden. Erhofft werden ein zinsloses Darlehen und einà-fonds-perdu-Beitrag der Landwirtschaftlichen Kreditkasse sowie Beiträge vonanderen interessierten bäuerlichen Organisationen.
Neue Anteilscheine
Rund eine Million Franken erwartet der Vorstand durch die Zeichnung neuer Anteilscheine (siehe auch www.markthalle-sargans.ch). «Je mehr gezeichnetwerden, desto weniger Geld müssen wir bei den Banken aufnehmen», betont Willi.In erster Linie hofft er auf die Bereitschaft der Mitglieder der Markthallengenossenschaft, der bäuerlichen Bevölkerung und der Viehzuchtvereineder Region Sarganserland-Werdenberg, aber auch der übrigen Bevölkerung.Kontakte geknüpft werden fernerzum Gemeindeverband Region Sarganserland-Werdenberg und ins Fürstentum Liechtenstein, dessen Bauern die Markthalle schon bisher genutzt haben - laut Willi mit steigender Tendenz. Über Neubau und Finanzierung wird am Mittwoch,14. September, an einer ausserordentlichen Generalversammlung der Markthallengenossenschaft entschieden.
Brandursache nicht geklärt
Die Markthalle in Sargans war in der Nacht zum 17. März bei einem Grossbrandzerstört worden. Die Brandursache ist nach wie vor unklar. Jährlich fandendarin 100 bis 120 Anlässe statt. Die Investitionen in Bau und Ausbau seit 1995 betrugen über 2,8 Millionen Franken. Besitzerin ist die Markthallengenossenschaft Sargans-Werdenberg mit rund 700 Mitgliedern aus 27 Viehzuchtvereinen im Sarganserland und Werdenberg. Seit dem Brand finden die Schlachtviehmärktein einem Zeltprovisorium neben der zerstörten Halle statt.